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Simon und Sebastian: Flip-Flop-Surfing in Montpellier



Wir waren endlich da, und wie wurden wir von Montpellier begrüsst? Mit einem saftigen Guss aus Wasser.

Der erste Regenschauer durften wir am Samstagnachmittag in Montpellier geniessen, was ein Glück, dass wir die zwölf Tage zuvor davon verschont wurden. Sebastian dachte sich, er geniesse es in vollen Zügen und war in Flip-Flops unterwegs. Was er jedoch nicht bedachte, war die relativ stark verminderte Traktion auf den von Touristen hochglanzpolierten Bodenplatten in den touristischen Hot-Spots, was in Kombination mit dem Regen für einige sehr lustige und kuriose Situationen sorgte. So geschah es, dass Sebastian den neuen Trendsport des «Flip-Flop-Surfings» in Grossstädten erfand, auch eine nachhaltige Weise zu Reisen! Velofahren scheint einfacher zu sein, als zu Fuss zu gehen – zumindest mit Flip-Flops bei Regen.



Während den Tagen im AirBnB lernten wir einige tolle Menschen kennen, die interessante Geschichten zu erzählen hatten, mit denen wir auch über unsere Interaktionsaufgaben diskutierten und viele, interessante Einblicke erhielten. So waren da unter anderem die Hosts, die einmal mit dem Velo eine Weltreise machen möchten, eine junge Frau, die nur mit Rucksack und Skateboard zu Fuss und per Anhalter aus Toulouse nach Marseille reist, oder ein junger Amerikaner, der seit mehreren Monaten durch Europa und den Nahen Osten reist und dabei – mit Ausnahme bei der Anreise nach Europa – aufs Fliegen verzichtet. Er war in dieser Zeit bereits in der Türkei, Kasachstan, Russland und einigen Europäischen Ländern und möchte, sofern dies geht, mit dem Segelboot wieder nach Amerika zurückreisen.



Um unsere verbleibenden Interaktionsaufgaben zu lösen, mussten wir jemanden bitten, einem/r Freund*in eine Postkarte zu schreiben, eine bleibende Botschaft zum nachhaltigen Reisen zu hinterlassen



und mit verschiedenen Menschen über nachhaltiges Reisen, bzw. Mobilität zu sprechen. Die Lösung zu den beiden erstgenannten Aufgaben, findet ihr auf den Fotos, Facts zu letztgenanntem nachfolgend:


- Gütertransporte verursachen viel CO2

- vegetarische Mahlzeiten sind oft teurer und schwieriger zu bekommen

- länger Urlaub machen und dafür weniger und so CO2 sparsamer sein

- beim Reisen zu Fuss/ mit Velo/ Bus sieht man mehr vom Land und der Kultur

- das türkische Bussystem soll super sein




Den Sonntag verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein und einem angenehm wehenden Wind in der Innenstadt und suchten die verschiedenen, schönen Ecken von Montpellier. Und mit Schlafen, wir spürten die Nachwehen der Velotour immer noch etwas, wodurch wir uns den wohlverdienten Nachmittagsschlaf gönnten.



Nun bleiben uns noch einen Tag in Montpellier, unser Blog endet jedoch schon heute, so starteten wir unsere Reise vor genau 14 Tagen. Wir möchten uns hier bei allen Leser*innen, beim Ökozentrum, bei unseren Familien, für die Unterstützung, Ansporn und Ausrüstungsausleihe bedanken und hoffen, dass jemand auf den Geschmack gekommen ist, ebenfalls mal aufs Velo, statt ins Flugzeug zu steigen.

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