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Nedzada und Dominik: Letzte Erlebnisse bei Regen, Nebel und mit neuen Freunden

Mit unseren neuen Freunden Ekrem, Hatice und Muhammed trafen wir uns also am nächsten Morgen wie vereinbart bei der Dolmuş-Station. Zafer konnte uns an diesem Tag wegen anderer Verpflichtungen leider nicht begleiten. Ziel des Tages waren die Alpen Pokut und Sal.



Als wir nach längerer Fahrt aber aus dem Bus ausstiegen und uns zu Fuss in Richtung der ersten Alp aufmachten, waren die Berge schon in festen Nebel eingehüllt. Oben angekommen war dieser dann eher noch stärker und undurchdringbarer.



Obwohl wir dadurch die schöne Alp nicht wirklich sehen konnten, sorgte der Nebel für eine ganz spezielle ruhige Stimmung. Es war aber ziemlich kalt. Umso mehr freuten wir uns über die heisse Tasse Tee, die wir in der einzigen bewirteten Hütte der Alp erstehen konnten.

Da es danach auch noch zu regnen begann, sah man später auf der Alp Pokut ebenfalls nicht wirklich viel. Trotzdem hatte sich der Ausflug definitiv gelohnt.



Zurück im Bus ging es dann begleitet von den Klängen der lokalen Hits, die wir schon vom Konzert vom Vorabend kannten, zurück ins Tal.

Nach anfänglicher Freude über das Wiedererkennen der Lieder, fingen diese aber nach einer gewissen Zeit an zu nerven, da es in der Schwarzmeerregion anscheinend nur 20 verschiedene Lieder gibt.



Auf der Rückfahrt machten wir dann noch Halt bei der alten Festung „Zil Kale“, wobei die Aussicht auf das bewaldete Tal um einiges spektakulärer war als die Burg selbst. Der letzte Halt war dann bei einer alten osmanischen Brücke.



Zurück in Ayder gönnten wir uns erst einmal eine Ruhepause und trafen uns am Abend noch einmal mit unseren Freunden zum gemütlichen Beisammensein. Auch Zafer stiess zusammen mit seiner Freundin wieder zu uns.

An diesem Abend absolvierten wir zudem unsere letzte Challenge, für die wir jemanden suchen sollten, der oder die für uns eine Postkarte schreibt. Allerdings hatte Ekrem, der sich dazu bereit erklärte, nicht nur selbst eine Karte besorgt und für uns geschrieben, sondern diese gleich noch an uns adressiert. Zudem hatte er uns gleich eine zweite Karte mit seiner Adresse beigelegt, mit der wir ihm antworten sollten (und werden).



Ausserdem hatte Ekrem zur Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit uns allen Geschenke aus einem der Läden in Ayder besorgt. Wir verbrachten einen tollen letzten Abend zusammen und plauderten bis spät in die Nacht. Danach ging es ums Lebewohl sagen, aber wir haben uns hoffentlich nicht zum letzten Mal gesehen. Hatice und Muhammed haben uns etwa schon zu ihrer Hochzeit eingeladen, zu der wir aus der Schweiz jede Menge Gold mitbringen sollen.


Am Morgen danach ging es für uns nach Çayeli, eine kleine von Hügeln mit Teefeldern umgebene Stadt am Meer, von wo aus wir morgen weiter nach Kars fahren werden.



Auf diesem Blog endet diese Reise aber nun mit diesem Beitrag. Dies, da das Projekt „Join the Journey“ sich nun zu Ende neigt. Es war uns eine grosse Freude bei der diesjährigen Ausgabe mit dabei zu sein und unsere Erfahrungen und Erlebnisse hier teilen zu können. Bei unseren treuen Leserinnen und Lesern wollen wir uns herzlich bedanken. Gerade die vielen persönlichen Mitteilungen und Nachfragen, die uns während dieser Reise immer wieder von vielen Seiten erreicht haben, haben uns grosse Freude gemacht. Wenn ihr uns weiter auf unserer Reise begleiten wollt, könnt ihr das gerne über unsere Social-Media-Kanäle tun. Auch für Fragen oder Tipps kann man uns gerne kontaktieren. Zuletzt hoffen wir, dass wir auch einige von euch dazu inspirieren konnten, einmal eine Reise wie unsere zu wagen.



Damit wären wir auch bei unserem letzten Tipp fürs nachhaltige Reisen. Im Verständnis unserer Gesellschaft sind viele Reisen in Destinationen, die etwas weiter weg als Westeuropa liegen, nur mit dem Flugzeug möglich. Wie wir aber auch mit unserer Reise gezeigt haben, ist dem nicht so. Es gibt mehr Möglichkeiten als man denkt, diese Orte auch auf dem Land- oder dem Seeweg zu erreichen. Deshalb empfehlen wir euch: Wagt euch diese Form des Reisens auszuprobieren. Es lohnt sich! Auf euch warten atemberaubende Landschaften, jede Menge Zeit bei langen Zugfahrten um wieder einmal ein Buch zu lesen und für uns der wichtigste Punkt, jede Menge Bekanntschaften mit tollen Menschen, die man sein ganzes Leben nicht mehr vergessen wird.

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