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Marie: Resumee vom Friedenshof

Rückblick auf die Erfahrungswoche auf dem Friedenshof


Nun ist Zeit, nochmal über die Erlebnisse zu berichten: Für mich war es eine Woche voll schöner Gespräche, neuen Erfahrungen, lustigen Momenten und wohltuenden Arbeiten auf und um den Hof.



Zudem brachte die Woche einige besondere Aktionen, wie eine Radtour zum See (Schwimmen im See Nummer 3 auf meiner Reise!) und Pizzabacken im Lehmofen.



Ich glaube, dass ich viel lernen konnte. Zum Beispiel Gurken Einmachen, aber auch über die Auswirkungen von Milchproduktion sowie über andere Menschen und mich selbst.



Es war schön, mitzuerleben, wie aus einer zusammengewürfelten eine kleine Gemeinschaft wuchs. Auch Herausforderungen gab es: In manchen Momenten fühlte es sich komisch an,  so viel jünger zu sein und manchmal fiel es schwer, bei all den Aktionen Zeit zum Ausruhen zu finden. Mein zweiter Besuch auf dem Friedenshof (ich war vergangenes Jahr einmal dort) war für mich dennoch eine große Bereicherung. Deswegen möchte ich auch andere ermutigen, eine Reise zu einer Gemeinschaft oder einem Bauernhof doch mal auszuprobieren:





Gründe für eine Reise zu einer Gemeinschaft:


  • Man begegnet Menschen, die einen Lebensweg abseits der Norm gewählt haben. Das regt zum Perspektivenwechsel und zum Ausprobieren neuer Möglichkeiten an.

  • Man hat eine feste Umgebung während der Reise: Ich fand es super, auf dem Trip eine Zeit lang nicht ständig neue Menschen und Plätze um mich zu haben, sondern an einem Ort für einige Zeit neue Erfahrungen zu sammeln. Das sorgt für Entspannung und ermöglicht nähere Kontakte mit anderen Menschen.

  • Die Erfahrung der Gemeinschaft bietet Möglichkeiten, um über den Wert des Zusammenseins mit anderen Menschen im eigenen Leben zu reflektieren. Ich hatte spannendes Gespräch mit einem der Bewohner über den Eindruck, dass sich die Gesellschaft zum Einzelkämpfertum entwickelt. Die Zeit in einer Gemeinschaft inspiriert zum Nachdenken: Wie viel Raum möchte ich dem Zusammensein mit anderen Menschen geben? Möchte ich vor allem Dinge entgegennehmen, oder anderen Menschen auch etwas zurückgeben, anbieten?




Unter anderem sind folgende Gemeinschaften offen für BesucherInnen:






Gründe für eine Reise zu einem Bauernhof:


  • Die Arbeit mit den Händen erdet meiner Meinung nach ungemein. Besonders, wenn man im Alltag die meiste Zeit über Büchern oder am PC hängt.

  • Auch die Zeit an der frischen Luft und in Bewegung kann v.a. für Stadtmenschen wohltuend sein

  • Man kann super viel lernen, vom Gemüseanbauen bis zur Versorgung der Tiere.

  • Am wichtigsten ist, dass die lebendigen Erlebnisse auf einem Bauernhof für die Bedeutung von Landwirtschaft sensibilisieren: Es lässt sich hautnah sehen, wie viel Arbeit die Produktion von Nahrungsmitteln ist. Das kann die Wertschätzung für Lebensmittel und die Haltung, dass deren Herstellung auf möglichst soziale und umweltfreundliche Weise geschehen soll, stärken. Für mich war Nahrungsgewinnung lange Zeit etwas sehr Abstraktes. Die Erfahrung auf dem Hof half mir dabei, Zusammenhänge zu begreifen und führte dazu, dass ich bewusster Lebensmittel einkaufe und mich mehr mit dem Thema auseinandersetze.





Hier können Höfe zum Mitarbeiten gefunden werden:



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