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Mara und Lukas: Ziel erreicht! Angekommen in Berlin!

Wir mussten doch feststellen, dass wir uns bei der Routenplanung etwas verschätzt haben und die 1200 Kilometer, was die von uns geplante Distanz gewesen wäre, eher in Richtung 1400 Kilometer wich. So waren die letzten Tage doch noch relativ viel Radeln und der seit Halle durchgehende Gegenwind wirkte auch nicht gerade unterstützend.



Doch die längeren Mittagspausen und die gemütlichen letzten Nächte an Schlafplätzen mitten in der Natur neben Hasen, Rehen mit Kitz und 10 köpfigen Wildschweinrudel mit Jungen, liessen uns die letzten Urlaubstage dennoch geniessen.



Samstag erreichten wir die Havel, wo wir erstmal eine längere Badepause einlegten. Nachdem wir durch Potsdam durchgefahren sind, gelangten wir endlich an die Stadtgrenze BERLINs.



Doch leider ist Neukölln noch mal knappe 30 km von der Stadtgrenze entfehrnt. Glücklich aber erschöpft errichten wir gegen 19 Uhr Lukas Haustür. GESCHAFT!

Hier empfing uns Lukas Mitbewohner, der uns mit seinem Gastbeitrag noch bei der letzten Challenge half:


Ich höre einen Schlüssel im Schloss. Ich stehe auf und gehe in Richtung Tür. Das waren jetzt also zwei Wochen denke ich und blicke in freudiger Erwartung meinem Mitbewohner und seiner Freundin entgegen. Beide strahlen über das ganze Gesicht, sehen aber auch erschöpft aus.

Sie geben mir in aller Kürze, die man sich in diesem Moment nicht anders vorstellen kann, ein Feedback ihrer Reise.

Ich bin interessiert und stolz auf die beiden. Sie haben ihr Ziel tatsächlich in der Zeit erreicht.

Dagegen kommt mir meine eigene Tour, die ich vor ein paar Wochen gemacht habe, geradezu mickrig vor. Ich bin mit dem Rad von Berlin nach Rostock gefahren.

Lukas und ich sind Allwetterradler und wickeln unseren gesamten Alltag auf zwei Rädern ab. Da liegt es natürlich nahe, auch mit dem Fahrrad zu verreisen.

Naturverbundene Sportarten wie Radfahren oder Paddeln haben uns immer Spaß gemacht und uns letztendlich auch als Freunde zusammengeführt. Davon abgesehen passt es auch in unsere Vorstellung von gesundem und nachhaltigem Leben.

Wer langsam Reist, erklimmt sein Ziel Schritt für Schritt oder Pedaltritt für Pedaltritt und merkt dabei, dass die Erholung schon die ganze Zeit um einen herum war.

Zeit in der Natur zu verbringen, dabei die Hilfsbereitschaft der Menschen zu erfahren und Kalorien statt Diesel und Kerosin zu verbrennen, schafft psychisches und ökologisches Gleichgewicht.

Mara und Lukas, ihr habt eine großartige Tour hinter euch und habt dabei nicht nur euer gesetztes Ziel erreicht. Euer Durchhaltevermögen und eure Integrität ist Inspiration für mich und hoffentlich auch für andere.


In der Hängematte am Mariannenplatz schreiben wir den letzten Blogeintrag und revuepassieren die vergangenen 15 Tage und 1390 zurückgelegten Kilometer, sind dankbar um all die Begegnungen und die schönen Erlebnisse und geniessen den Berliner Sommer.


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