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Jasmin, Chris, Link: Party Rock in Riva? Vielleicht später

Wir sitzen gerade in einem kleinen Kaffee und warten auf unseren Bus, der uns nach Manerba bringen wird. Riva ist wirklich ein schönes kleines Örtchen, doch für uns dann doch etwas zu touristisch. Klar, wir sind auch Touristen, aber man merkt hier schon die Selbstverständlichkeit gewisser Menschen in ein Restaurant zu sitzen und ‘’Ein grosses Bier und einmal die Gnotschi mit Pesto’’ zu bestellen.

Am Samstagabend gab es dann auf dem Platz 50 Meter von unserem Zimmer noch eine grosse Party mit einem wilden Mix aus Schlager, italienischem Modern Talking, Best of the 80s und ein paar verwirrte Hits der letzten paar Jahre. Wir haben uns das Spektakel aus sicherer Entfernung angesehen. Eigentlich ist es ja schön, dass die Menschen Freude haben und tanzen, aber es ist auch irgendwie schräg, wenn der ganze Platz einen Altersdurchschnitt von etwa 65Jahren hat und kurz vor Mitternacht zu LMFAO’s ‘’I’m Sexy And I Know It’’ das Tanzbein schwingt. Ich mache mir eine Mentale Notiz, Riva so in ein paar Jahren dann nochmal zu besuchen. Mir gefällt das Riva im Moment noch besser, dass ich jeweils auf dem frühmorgendlichen Spaziergang mit Link kennengelernt habe.

Für unseren Hund gibt es hier dann auch nicht wirklich viel Beschäftigung, ausser andere Hunde von Touristen zu beschnuppern. So kommt man auch mit den Leuten ins Gespräch, die einem dann mit grossen Augen anschauen, wenn man erzählt, dass man nicht mit dem Auto angereist ist.

Der Strand ist hier leider in der Hauptsaison für die Hunde tabu und weil er auch sonst schon ziemlich überfüllt war und man ausserhalb der offiziellen Badestrände fast unmöglich ans Wasser kommt, verschieben wir das Baden auf unsere nächste Station. Es ist praktisch überall Leinenpflicht, aber es gibt einen kleinen ‘’Hundepark’’ den wir natürlich besuchen wollen. Der Park selber ist ziemlich trist und eigentlich nur eine umzäunte Wiese mit 2 Bäumen, 2 Bänken und einer Wasserstelle. Immerhin konnte Link dort ein bisschen rumrennen und sich auch mit 2 einheimischen Hunden anfreunden. Auch wenn die Hunde etwas grösser und stürmischer drauf waren hatte er Spass und konnte sich austoben.

Man merkt, dass sich in den letzten Jahren etwas getan hat in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die meisten Restaurants bringen zwar das Besteck und Servietten immer noch in diesen kleinen ‘Wundertüten’, aber sie werden aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt und die meisten verzichten auf Plastikfolien. Viele Geschäfte werben mit Schlagwörtern wie ‘’biologisch abbaubar’’, ‘’nachhaltig’’, ‘’lokal’’ etc. und auch das mit dem Recycling ist auf einem guten Weg. So hat es wirklich alle paar Meter Abfalleimer und verschiedene Recyclingstationen, bei denen man immerhin unterscheidet zwischen Glas, Biomüll, Papier und Plastik, wobei dort auch Alu Dosen, Tetra-Pack und PET-Flaschen mitgemeint sind. Beim Entsorgen merkt man aber, dass einige das Konzept noch nicht ganz verstanden haben und so werden die Glasflaschen gleich mitsamt Plastiksack in den Container geworfen. Babysteps…