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Jasmin, Chris, Link: Eine kleine Wanderung

Wir sind jetzt schon mehr als eine Woche hier am Gardasee und geniessen die Auszeit von Zuhause enorm. Vor allem hier in Gaino kann man sich wunderbar entspannend und die Ruhe geniessen.

Am Dienstag gingen wir, nach einem leckeren Frühstück mit selbstgemachter Marmelade unserer Gastgeberin, auf eine kleine Wanderung. Wir folgten dem Kiesweg hinaus aus dem Dorf, vorbei an zahlreichen Olivenbäumen und überlegten uns, ob wir in ein paar Jahren vielleicht nochmals hier Ferien machen würden, aber dann im Herbst wenn die Temperaturen etwas kühler sind und man überall frischgeerntete Oliven und anderer Früchte essen kann.

Unser Weg führte immer wieder an steinigen Hängen entlang und vorbei an Schildern die uns vor Steinschlag warnten. Zum Glück war aber gerade keine der Strassen gesperrt und so mussten wir nicht gleich wieder umkehren. Irgendwann sah ich eine grosse Smaragdeidechse über die Strasse huschen, doch als ich sie dann im Gebüsch fotografieren wollte war sie schon verschwunden und stattdessen entdeckte Chris dort eine Schlange. Etwas vorsichtiger liefen wir weiter und freuten uns ab der schönen Aussicht, bis wir nach knapp zwei Stunden endlich eine Stelle erreichten, an der wir zum Fluss runtersteigen konnten.

Das Wasser war unglaublich klar und wir gönnten uns eine Abkühlung in dem kleinen Becken das sich zwischen den Felsen formte. Link ist ja nicht so die Wasserratte aber auch er liess sich ein bisschen plantschen nicht entgehen.

Nach etwa einer halben Stunde war es dann aber vorbei mit der idyllischen Ruhe und eine Gruppe etwa 15 deutscher Mountainbiker wurde auf das perfekte Örtchen aufmerksam. Wir machten das Beste daraus und stellten Ihnen ein paar Fragen über Ihre Reise. Leider war es nicht eine reine Mountainbike Reise und sie haben einen Fahrer der ihnen die Bikes hinterher chauffiert während sie mit 2 Minibussen unterwegs sind. Für eine Reise nur mit den Bikes haben sie leider ‘’Viel zu wenig Zeit’’.


Wir machten uns wieder auf den Weg und entschieden uns, langsam zurück zu gehen, da es so aussah als würde es später wieder regnen. Während unserer Wanderung hielten wir immer ein bisschen Ausschau nach Abfall den wir unterwegs aufsammeln konnten, doch wir waren positiv überrascht das es praktisch nichts gab was wir hätten mitnehmen können.


Kaum waren wir zurück beim Bed & Breakfast fing es dann auch tatsächlich wieder an zu regnen, doch niemand schien wirklich etwas gegen die Abkühlung einzuwenden zu haben. Ausserdem hatten wir nach dem Regen eine wunderschöne Aussicht auf einen Regenbogen der sich über den See spannte.

Leider haben wir hier keine eigene Küche und so pilgerten wir am Abend wieder in das einzige Restaurant im Dorf. Die Bedienung freute sich ganz professionell über unseren 3ten Besuch und wir freuten uns wie kleine Kinder auf ein leckeres Abendessen. Die Karte ist zwar klein und nur auf Italienisch, dafür ist das Essen wirklich gut und unsere Sprachkenntnisse ausreichend um ungefähr zu erahnen, was wir genau bestellen.


Auf dem Rückweg konnten wir dann in der Ferne noch einem Hundekonzert lauschen (oder waren es Wölfe? Wer weiss…) und die Sterne bewundern, die hier schön zur Geltung kommen, da es nur wenig Störlicht gibt. Abzug gibt es hier einzig und allein für die hungrigen Mücken die ständig versuchen (mit Erfolg) uns zu stechen.