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Gina: Verfolgt vom Regen

Aktualisiert: 10. Juli 2019

Am Samstag haben wir es gemütlich genommen, zu gemütlich vielleicht. Nachdem wir noch zwei Mal in den See gesprungen sind und endlich unsere Sachen gepackt haben, sind wir um 11 Uhr los gefahren.

Kurze Zeit später habe ich mich verfahren und Vrodo hat mich verzweifelt gesucht. Nachdem wir uns wieder gefunden haben, fiel uns ein, dass wir ja für die kommende Woche im Dachboden ohne fliessendes Wasser und ohne Küche irgendwo im Berg, womöglich noch eine weitere Gaskartusche brauchen. Also ein weiterer Halt in Judenburg für Mission Gas! Mit frischem Gas im Gepäck merkten wir um 5 Uhr, dass wir noch Essen für die kommenden Tage besorgen sollten. Nette Anwohner haben uns dann ein Dorf zurück geschickt, zur “Dorf Beiz, die auch ein Laden ist und das beste Eis hat, weils eigendlich eine Eisdiele ist“.


Nach einem leckeren, veganen Glace und einem Grosseinkauf gings dann weiter. Kaum waren wir auf dem Velo, hats auch schon angefangen zu regnen. Also schnell auf einem Firmagelände, da sicher niemand da ist am Wochenende, versteckt hinter dem Haus und Hügel unser Zelt aufschlagen vor dem Gewitter.

Kaum waren wir im Eingangsbereich der Firma um dort geschützt zu kochen, brach die Sintflut über uns ein! Geregnet und Gestürmt wie aus Kübeln. Aus Angst, dass unser Zelt mit Schlafsack und Kleider davonfliegt, bin ich mit Unterhose und Regenjacke (die hätt ich mir auch sparen können) zurück zum Zelt gesprungen. Im Zelt hockend und das schlimmste befürchtend, hats auch noch angefangen zu Hageln! Zum Glück war der Spuk bald vorbei und das Zelt ist heil geblieben. Während ich im Zelt um mein Leben fürchtete, wurde Vrodo von Arbeitern der Firma, die aus unerklärlichen Gründe Samstagabend arbeiteten, drauf aufmerksam gemacht, dass wir das Zelt nicht so nah am Fluss aufstellen sollten und erlaubten uns, auf dem Firmagrundstück unser Zelt zu stellen. Also haben wir mitten in der Nacht noch unser Zelt umgestellt.

Nach einer ruhigen Nacht, sind wir am Morgen von Unzmarkt nach Tamsweg mit der alten Murtalbahn gefahren. Richtig rustikal, hat mich an die alte Brünigbahn erinnert, mit der ich aufgewachsen bin. Schön.

Nach einer kurzen Velofahrt von Tamsweg nach St. Michael im Lungau sind wir, natürlich, wieder voll verregnet worden. So machten wir eine Pause und gönnten uns eine leckere Tomaten-Ingwersuppe.


Jetzt müssen wir aber wieder los, denn es soll im 2 Stunden wieder regnen.. Drückt uns die Daumen, dass wir die letzten 30km und 700hm trocken ankommen!

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