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Gabriela und Fabian: Ein Interview mit Einheimischen

Unterhaltung mit Mercedes, von Palma und Patricia, von Deiá (beide um die 40 Jahre) arbeiten im Wechsel im Refugio De Muleta in Puerto de Sollér.



Frage: Was wünschen sich die beiden einheimischen Frauen bzgl. Reisen, Tourismus und Verkehrsmittel? 




Vieles würden Sie ändern, erzählen Patricia und Mercedes, da sie einige Probleme sehen. In den letzten fünf Jahren hat sich das Leben auf Mallorca für die Einheimischen frappant verschlechtert. 


Sie denken, Kreuzfahrtschiffe, Ryanair/Billigflüge, Kombiangebote mit grossen Hotelanlagen und Mietautos sind verantwortlich für die negativen Auswirkungen und die Touristenmassen. Die Art zu reisen hat sich enorm verändert. Heute bewege man sich von einem Ort zum nächsten, möglichst viel und möglichst schnell.


Von 10 Autos sind auf Mallorca 8 gemietet, in den Buchten wo man auch zu Fuss hinkommt, ankern viele grosse Yachten, Katamarane und kontaminieren das Meer mit Fäkalien und Essen. 


Arbeit gäbe es auf Grund des Massentourismus viel, jedoch  sind die Anstellungsbedingungen schlecht (Service, Raumpflege) und es sind kaum mehr Mietwohnungen vorhanden. 



Sie wünschen sich einen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und dessen Frequenz und Touristen, die respektvoll mit den Menschen und der Natur vor Ort umgehen.



Sie weisen darauf hin, dass sie nicht nur bei den Touristen das Schlechte sehen, sondern auch die Einheimischen oftmals über 2 oder mehr Autos und auch Boote verfügen. 



Abschliessend heben die Beiden hervor, dass Mallorca zwar klar vom Tourismus lebe, das Leben jedoch vor den Touristen in Scharen besser war.