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Eddy und Michèle: Unterwegs auf dem Alpenpassweg

Hospental bis Rosswald

Wie auch die letzten zwei Jahre hatten wir diesen Sommer vor, Veloferien zu machen. Die Ungewissheit, ob die Grenzen geöffnet werden, sowie der Fakt, dass uns das Wetter in der Schweiz zu heiss ist, um Velo zu fahren, haben uns dazu bewogen, Wanderferien entlang des Alpenpässe-Wegs zu machen. Den ersten Teil unserer Wanderung planten wir aber aufgrund von einigen Tipps noch etwas um.

Mit schwereren Rucksäcken als gedacht, gefüllt mit Kochtopf, Essen, Zelt und Schlafsack, starteten wir am 06.07. in Hospental Richtung Gotthardpass. Der Weg führte uns dann aber über den Passo di Lucendro. Unsere erste Übernachtung im Zelt hatte es in sich: Neben der Gotthard-Reuss-Quelle auf 2400 m.ü.M. gab es starke Windböen. Mehr als einmal dachten wir, dass uns das Zelt gleich davonfliegt.

Die zweite Etappe führte uns in die Nähe der Capanna Piansecco. Wir schliefen deutlich besser im Zelt.

Am nächsten Tag folgte der Aufstieg zur Capanna Corno del Griess, wo wir die wunderschöne Aussicht ins Bedretto - Tal geniessen konnten bevor wir uns weiter machten in Richtung Riale.


Entlang des Griesssees liefen wir einige Meter über Schneefelder, dann begann der lange Abstieg auf der italienischen Seite.

Müde nach diesen ersten 3 Etappen entschieden wir uns, einen Tag Pause einzulegen in Riale. Zum Glück hatte die Unterkunft ein Zimmer frei für zwei Nächte anstelle von einer.

So hatten wir Zeit, unsere Kleider ein erstes Mal zu waschen und einen rucksackfreien Tag zu haben. Von der Unterkunft durften wir E-Mountainbikes leihen und so erkundeten wir das Tal. Welch ein Glück: genau an diesem Tag ist der Alpaufzug und wir teilen den Weg zum Lago di Toggia mit mehr als 50 Kühen.


Die 4. Etappe starteten wir früh am Morgen. Denn wir wussten, dass gegen Abend Gewitter gemeldet sind. Gerade rechtzeitig kamen wir nach vielen Höhenmetern beim Bivacco E. Conti auf der Scatta Minoia an. Der letzte Teil des Aufstiegs war schwierig, denn wir mussten uns den Weg zwischen den Felsen selber suchen. Wir waren froh, die Nacht im Schutz der kleinen Hütte verbringen zu können.

Während dem Packen am nächsten Morgen grüsste uns kurz die Sonne, aber nach wenigen gewanderten Metern begann es zu regnen. Bei der Alpe Forno gönnten wir uns eine kleine Pause und machten uns dann auf den Weg zum Albrunpass.

Schon bald kamen wir in den Nebel, aber obwohl wir oben angekommen keine Aussicht zu geniessen hatten, war die Stimmung mystisch. Die Mittagspause in der Binntalhütte kam uns gelegen, denn bald nach der Fortsetzung brach die Sonne durch die Wolken. Der Abstieg durch das Naturschutzgebiet Binntal war sehr schön und wir waren froh, im Camping anzukommen.

Etappe 6: Ab diesem Tag folgen wir dem Alpenpässe-Weg. Von Binn aus erwartete uns ein langer Aufstieg bis zum Saflischpass, es war einer der Schönsten bis jetzt.

Die Wiesen waren gefüllt mit verschiedensten Blumen, wir konnten zwei Murmeltiere beobachten, die sich begrüssen. Mit einer atemberaubenden Aussicht wird die Mühe belohnt. Etwas oberhalb von Rosswald schlugen wir unser Camping auf mit der Sicht ins Rhonetal.

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