1.8.2018

CHARLOTTE

 

EVA UND MARIA

Berghütten feeling pur.

Heute nächtigen wir in der vierten und letzten  Berghütte unserer Tour und lassen den Tag noch mit Blick in die Ferne ausklingen.

Alpintourismus hat ja zum Ziel, schöne Landschaft, Artenvielfalt und Ruhe geniessen zu können. Wenn ein Ort zum Anziehungspunkt für Viele wird, aber als Naturpark geschütz werden soll, stellt sich natürlich in diversen Bereichen die Frage nach Nachhaltigkeit. So haben wir uns überlegt, wie das ganze Essen auf den Berg kommt. In den Hütten wird den Gästen jeweils ein schmackhaftes 3-Gänge-Menu geboten, was natürlich alles zuerst hochgebracht werden muss. Anders als in der Schweiz üblich, waren aber alle besuchten Hütten mit einem Schotterweg erreichbar. Somit läuft die Belieferung schon einmal nicht über Helikoptertransport.

Sehr häufig wird in den Hütten Fleisch serviert, was sicher Gründe in Gewohnheit, Einfachheit und Gästeerwartungen hat. Da aber kein Mensch täglich Fleisch braucht, wäre es doch ein innovatives Tourismuskonzept eine vegetarische Alphütte zu betreiben. Die Frage ist, ob dies Begeisterung oder Empörung auslösen würde. Nebst der Transportthematik scheint in den Hütten auch die Wasserversorgung ein Thema zu sein, denn immer wieder wird man aufgefordert Wasser zu sparen. Da dies ziemlich problemlos geht, merkt man, dass man vielleicht auch im Alltag mit weniger Ressourcen auskommen könnte.

Da uns beim Losmarschieren von einer Hütte Abfall auf dem Boden auffiel, haben wir kurzerhand entschieden auf dem Weg ins Tal alles Herumliegende aufzusammeln (angetroffene Windeln und WC-Nastüchli ausgenommen ;-)). Erfreulicherweise kam auf dem dreistündigen Abschnitt nur eine kleine Tüte Abfall zusammen. Abgesehen von verlorenen Verpackungsschnippseln waren einige Zigarettenstummel dabei. Aus Interesse haben wir gegoogelt und festgestelt, dass diese nicht nur langsam verrotten sondern zudem bis zu 60 Liter Grundwasser verunreinigen.

Unsere Interaktionschallenge haben wir erfolgreich gelöst und erfahren, dass die Hüttenmitarbeiterin das Meer generell als Lieblingsferiendestination hat, aber nach einer Saison als Animateurin nun doch lieber im Naturpark arbeitet.

 

TEAM UNFASSBAR

Hitze auf dem grossen Moos vor Murten. Wie im Video angekündigt, sind wir auf dem Weg nach Freiburg zu Pistes Recyclables (www.pistesrecyclables.ch).

Nach einer Nacht in Murten kommen wir in Freiburg bei Baptiste Morier an. Nach dem Soziologiestudium verschreibt er sein Leben der Weiterentwicklung von CargoBikes. Er findet für seine Kunden massgeschneiderte Lösungen. Auch die Unfassbar wurde durch sein Knowhow wesentlich verbessert.

Seine interessierte und hilfsbereite Art ist für uns einzigartig.

Dieses Gefährt soll demnächst einen Schulbus ersetzen. Acht Kinder und eine erwachsene Person am Steuerrad, die sich im Strassenverkehr sicher bewegt. Alle haben Spass und Bewegung.

Der „Neighbor Hub“ auf dem gleichen Areal gewann den ersten Preis bei einem  Oeko Wettbewerb.  Es ging um ein Nullenergie Einfamilienhaus. Die Teilnehmenden aus Fribourg sagten sich: Wenn schon Energie-Effizient, dann gleich als Community, die viele Ressourcen teilt.

Auch die «Ässbar» setzt auf die Innovationen von Baptiste.

Baptiste erzählt von seinen Anfängen.

 

KATJA UND MIMI

Bratislava, du Perle!

Wir sind kurz davor, nach Budapest weiterzureisen. Natürlich freuen wir uns sehr auf die neuen Eindrücke, aber unser Herz tut auch ein bisschen weh, Bratislava zu verlassen. Die kleine süsse Altstadt, das Donauufer und die schönen Ausblicke vom Schloss haben es uns mehr als angetan. Anbei ein paar Eindrücke, damit ihr wisst, von was wir da so schwärmen:

Bratislavas blaue Kirche: heisst eigentlich St. Elisabeths Kirche. Wird aber liebevoll auch Schlumpfkirche genannt.
Ausblick auf Bratislavas Schloss

Wir haben auch einen kleinen Ausflug nach Devin unternommen. Dort gibt es eine Schlossruine, von wo man einen wunderschönen Ausblick hat:

Auch Nachhaltigkeit scheint Bratislava wichtig zu sein. Es gibt eine Kampagne namens Zelena Bratislava (grünes Bratislava), die sich für grüne Plätze in der Stadt einsetzt und auch die Bevölkerung zum Thema Nachhaltigkeit informiert:

  

So, uns steht wieder eine Zugfahrt bevor. Bis bald in Budapest!